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Maas unterstützt "Brotzeit - Frühstück, Begleitung und mehr" eine Initiative der AWO im Kreis Gütersloh

Foto: Neue Westfälische / Monika Kophal

Die Neue Westfälische Zeitung berichtete am 26 .3. 20 13 darüber:

Mit vollem Bauch in den Tag

von Monika Kophal

Gütersloh. Frühmorgens ist es dunkel und still in der Wohnung. Auf dem Küchentisch steht nur ein Teller, die Eltern sind längst bei der Arbeit. Viele Kinder verzichten in so einer Situation auf das Frühstück. In der Schule knurrt ihnen der Magen, und sie können sich schlecht konzentrieren. Damit kein Kind mehr alleine frühstücken muss, hat die Grundschule Avenwedde-Bahnhof gemeinsam mit der AWO das Projekt Brotzeit gestartet.

"Es geht uns nicht alleine um das Frühstück, sondern auch darum, dass sich jemand für die Kinder Zeit nimmt", sagt Ulrike Boden, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt. Dass die Kinder mit leerem Magen in die Schule kommen, hat für Schulleiterin Susanne Hillebrecht mehrere Gründe: "Manchmal sind es materielle Ursachen, manchmal die Arbeitssituation zuhause. Viele Eltern arbeiten in Nacht- oder Frühschichten."Das Projekt "Brotzeit - Frühstück, Begleitung und mehr" ist eine Initiative der AWO im Kreisgebiet gegen Kinderarmut. Die Avenwedder Grundschüler sind die ersten in der Kreisstadt Gütersloh, die ein kostenloses Schulfrühstück mit Brot und warmem Kakao bekommen. Die Kinder sollen an gesunde Lebensmittel herangeführt werden. Leckerbissen wie Avocado und Mango haben viele Kinder zum ersten Mal probiert.

Reinhard Maas, Besitzer der gleichnamigen Avenwedder Firma für ökologische Mode, wollte den Kindern seine Zeit schenken. "Ich habe dem Projektflyer gesehen und kam auf die Idee, die Brotzeit in Avenwedde einzuführen. Ich selbst bin dann auf die AWO zugegangen", sagt Maas.

Acht Mitarbeiterinnen der Firma und der Chef persönlich bereiten in Zweierteams jeden Dienstag und Donnerstag ein ausgewogenes Frühstück für die Kinder vor. Neben dem Hunger werden laut Maas auch weitere Bedürfnisse gestillt: "Die Kinder werden mit der Zeit zutraulich, schütten auch mal ihr Herz aus, und das fangen wir gerne auf. Für mich ist das eine tolle Art der Nachbarschaftshilfe."

Das Essen wird vom Elli- Markt in Avenwedde gesponsert. "Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, solche Projekte zu unterstützen", sagt der stellvertretende Filialleiter Eugen Berg. "Mitunter haben wir Ware, die nicht mehr verkaufsfähig, aber noch einwandfrei ist."Damit seien Lebensmittel gemeint, die nur noch ein kurzes Haltbarkeitsdatum haben. Für AWO-Geschäftsführerin Boden gibt es ein grundsätzliches Problem beim Umgang mit Lebensmitteln: "In Deutschland wird leider soviel Essen weggeworfen. Wir kümmern uns also nicht nur um die Kinder, sondern auch um ein bewusstes Verhältnis zum Essen."

Für ein Jahr werden Maas und seine Mitarbeiterinnen mit den Kindern frühstücken. Maas will ein Zeichen setzen: "Vielleicht haben wir eine Pilotfunktion übernommen, mit der wir andere Firmen motivieren. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass sich in unserer Gesellschaft etwas verändert."