Fashion Revolution Week 2020

Seit 2013 erinnert der Verein Fashion Revolution an den grausamen Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza bei dem 1.500 Menschen starben und 1.000 Menschen verletzt wurden. In dieser Fabrik wurden Kleidungsstücke hergestellt, die auch in Deutschland verkauft werden. Damit es nicht mehr zu solchen Unfällen aufgrund von schlechten Arbeitsbedingungen kommt, setzen wir uns mit vielen anderen dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen verbessert werden und die Menschen darauf achten wo und wer ihre Kleidung herstellt.

Fashion Revolution Week in Zeiten von Corona

Eigentlich hatten wir für diese Woche andere Pläne. Wir wollten die Läden passend dekorieren, Geschichten erzählen, Infos und Insights mit Ihnen teilen und vieles mehr. Doch das ist jetzt nicht mehr möglich. Auch wenn wir die Läden wieder öffnen dürfen, ist es unmöglich alles wie geplant umzusetzten. Aber kein Problem! Wir stellen Euch alles digital zur Verfügung. Viel Spaß beim lesen und entdecken!

Wir führen gerade viele Gespräche und Videokonferenzen mit unseren Lieferanten, besonders in der Türkei. Bisher ist es uns möglich, alle Lieferungen sofort voll zu bezahlen. Das ist für die Firmen sehr wichtig, weil davon besonders die Lohnzahlungen an die Mitarbeiter abhängen. Man stellt immer wieder fest, dass die Wirtschaft sehr verzahnt ist und ein Ausfall andere Kastastrophen auslöst. Bestimmt haben Sie schon davon gehört, dass in Bangladesh über 50 % der Textilfirmen schließen müssten, weil die großen Textilhändler Ihre Order storniert haben und bereits produzierte Ware nicht mehr abnehmen. Das möchten wir in unserer Branche nicht erleben.

Die Frage „Wer stellt eigentlich meine Kleidung her?“ ist ein großer Bestandteil der jährlichen Kampagne. Auf der ganzen Welt veröffentlichen Menschen Bilder ihrer Kleidung und des Etikettes mit der Frage „Who made my clothes?“ in der Hoffnung vom Hersteller eine Antwort darauf zu bekommen. Viele Hersteller geben freiwillig Einsicht in die Produktionen und zeigen, wer die Kleidungsstücke herstellt.

So auch wir. Ein Großteil unserer Kleidung wird in der Türkei gefertigt. Dort haben wir Videoaufnahmen machen lassen, die zeigen sollen, wie es in einer Produktion aussieht und wer dort arbeitet.

Kennt Ihr schon unseren Instagram Account? Dort zeigen wir Euch neben den Produkten auch oft Hintergrundinformationen, Bilder aus dem Arbeitsalltag und Videos direkt aus der Produktion unserer Mode.

Diese Woche fragen sich Menschen auf der ganzen Welt "#whomademyclothes " und wollen damit auf die schlimmen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie zum Gedenken an den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza vor 6 Jahren aufmerksam machen. Wir wollen Euch deswegen heute ein paar unserer Mitarbeiter in den Produktionen vorstellen und Euch zeigen, welche Kleidungsstücke sie herstellen.

  1. Elveda
  2. Nadire - sie kümmert sich um unsere Muster - z.B.  von der aktuellen Mohnblütenkollektion
  3. Remziye
  4. Veyesl - arbeitet als Näher für und und näht z.B. unsere Leinenhemden und -hosen.
  5. Ismail - kümmert sich z. B. um unsere Twill Shorts
  6. Nursen - ist für die Prints in und auf unseren Shirts verantwortlich
  7. Nebiye - arbeitet in unserer Produktion für Kleidung aus Leinen
  8. Sevgi - näht Unsere Jeanshosen aus Bio-Baumwolle ohne Giftstoffe