RETTET DIE (WILD)BIENEN

Weltbienentag 2020

Warum denken wir bei Bienen oder auch am Weltbienentag eigentlich nur an die Honigbienen?

Natürlich sind sie die bekannteste Art der Bienen, liefern uns leckeren Honig und sind Vorbilder vieler Kinderserien, aber die wirklichen Helden sind eigentlich die Wildbienen. Deswegen wollen wir ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken und Sie auf die wichtigen Aufgaben und die Bedrohung ihrer Art hinweisen.

 

2/3 aller Lebensmittel sind auf die Bestäubung angewiesen

Richtig gelesen! Ohne Wildbienen und deren Bestäubung gäbe es 2/3 unserer Lebensmittel nicht. Wildbienen sind bei der Bestäubung sogar wesentlich effektiver als Honigbienen und sollten daher das ganze Lob ernten. Leider wissen nur viel zu wenige Menschen davon.

589 Wildbienenarten gibt es in Deutschland

Neben der gelb-schwarzen Honigbiene gibt es eine große Vielfalt an verschiedensten Bienen. Sie unterscheiden sich unter anderem durch Aussehen, Verhalten und Lebensraum. So gibt es Bienen die im Boden leben, Bienen die hoch oben in Bäumen zu Hause sind, Bienen die in Völkern zusammen leben und Bienen die gerne allein unterwegs sind.

45% der Wildbienenarten sind vom Aussterben bedroht

Fast die Hälfte der 589 Wildbienen Arten stehen auf der roten Liste und sind damit vom Aussterben bedroht. Und das liegt einzig und allein an uns Menschen. Wir sind in vielerlei Hinsicht zu ordentlich und verkleinern dadurch den Lebensraum der Wildbienen. Sandwege, Steinhaufen, alte Hecken, herumliegendes Holz - alles potentieller Lebensraum, den wir entfernen, weil wir es zu unordentlich finden. Ein weiteres Problem ist, dass wir immer mehr auf pflegeleichte Steingärten setzen und weniger Rasen, Blumen, Büsche und Hecken pflanzen. Eine andere große Bedrohung sind natürlich auch giftige Insektizide. Durch die Giftstoffe sterben die Wildbienen unweigerlich. Diese Faktoren treffen die Wildbienen besonders hart, weil sie sich sowieso schon nur sehr langsam fortpflanzen.

Im Gegensatz zu Honigbienen werden Wildbienen kaum gezüchtet und künstlich vermehrt. Honigbienen haben für uns Menschen einen Nutzen: Den Honig, den sie für uns produzieren. Wildbienen produzieren Honig nur in geringen Mengen für den Eigenbedarf und sind daher ungeeignet für eine Massenproduktion. Dadurch, dass es aber durch die Zucht der Honigbienen so viele Honigbienen gibt, sorgen diese ebenfalls für einen Rückgang der Wildbienen. Sie verdrängen sie.

So können wir den Wildbienen helfen

Jetzt haben Sie hoffentlich genug Gründe, um den Wildbienen helfen zu wollen.

Auch wenn die Situation der Wildbienen sehr ernst ist, kann jeder ganz leicht seinen Beitrag dazu leisten, das Leben der Wildbienen zu retten und zu verbessern. Wir geben Ihnen hier ein paar Tipps und Links.

 

Lebensraum schaffen

Holz, Sand, Steine einfach mal liegen lassen wäre die einfachste, aber vielleicht etwas unschöne Möglichkeit den Lebensraum der Wildbienen zu vergrößern. Eine schönere Alternative sind sogenannte Insektenhotels. Sie gibt es in 1000 Varianten passend für viele Insekten und Orte. Klein für den Balkon, groß für den Garten, zum Aufhängen, zum Hinstellen und und und. Meinstens kann man Insektenhotels sogar ganz einfach selber bauen, mit Dingen, die man schon zu Hause hat. Weitere Infos und viele verschiedene Anleitungen liefert der NaBu hier.

Die richtigen Blumen sähen

Das Bienen Blumen brauchen ist nichts neues, sie brauchen allerdings nicht irgendwelche Blumen, sondern die Richtigen. Mittlerweile gibt es viele Mischungen oder Serien mit Samen speziell für (Wild)bienen. Diese enthalten die für die Bienen leckersten Blumen und machen den Garten oder Balkon zu einem echten Wildbienen-Paradies. Auch in unserem Shop haben wir eine Samenbombe nur für Bienen - ein echter Bienenschmaus.