Pflegetipps Naturmode

So haben Sie möglichst lange etwas von Ihrem Lieblingsteil.

Sie haben sich ein neues Lieblingsteil aus Naturmaterialien gekauft und wollen es möglichst lange tragen? Dann haben wir hier die wichtigsten Tipps rund ums Aufbewahren, Waschen und Pflegen von Naturmode.

Der wichtigste Hinweis zuerst

Lesen und beachten Sie die Pflegeinformationen auf dem eingenähten Pflegeetikett. Dort wird durch kleine Symbole genau beschrieben, wie Sie mit Ihrem neuen Lieblingsteil am Besten umgehen, was sie dürfen und was kontraproduktiv ist. Eine genaue Erklärung der einzelnen Pflegesymbole finden Sie hier.

Baumwolle

Waschen: Kleidung aus Baumwolle können Sie meistens bei 30° bis 60° in der Maschine waschen. Allerdings sollten Sie biologisches Waschmittel ohne Aufheller verwenden. Waschen Sie helle und dunkle Kleidungsstücke immer getrennt voneinander, damit sie nicht abfärben. Nach dem Waschen sollten Sie feuchte, naturbelassene Baumwoll-Kleidungsstücke wieder in ihre Ursprungsform ziehen.

Trocknen: Vermeiden Sie es möglichst, einen Trockner zu verwenden. Sollte es sich nicht verhindern lassen, stellen Sie sich auf einen Einlauf von 3% - 5% ein oder kaufen Sie die Kleidung direkt etwas größer. Ohne Trockner können Sie die Baumwolle ganz normal an eine Wäscheleine oder einen Bügel hängen und trocknen lassen.

Bügeln: Baumwolle kann bei bis zu 200° gebügelt werden. Am besten feuchten Sie sie vorher an.

Pflege: Ihre Baumwolllieblinge können Sie ganz einfach gefaltet oder aufgehängt im Kleiderschrank aufbewahren.

Wolle

Waschen: Wolle hat die wunderbare Eigenschaft, sich selbst zu reinigen. Bei leichter Verschmutzung und schlechten Gerüchen reicht es schon, das Kleidungsstück zu lüften. Hängen Sie es dazu auf oder legen es an die frische Luft. Haben Sie nicht die Möglichkeit die Wolle an die frische Luft zu hägen, können sie es auch für kurze Zeit in einen feuchten Raum hängen. Zum Bespiel ins Badezimmer nach dem Duschen. Möchten sie die Wollkleidung länger lüften, sollten Sie es allerdings hinlegen.  Bei mittlerer Verschmutzung reicht es oft, das Wollteil mit lauwarmem Wasser und mildem, biologischen Waschmittel zu waschen. Ist die Verschmutzung härter, kann Wolle länger in lauwarmer Seifenlauge eingeweicht und per Hand gewaschen werden. Je nach Waschmaschine ist auch ein schonender, möglichst kalter Wollwaschgang möglich. Achten Sie bei allen Wascharten darauf, dass es nicht zu einem Temperaturschock durch unterschiedlich warme Spülgänge kommt. Das kann die Wolle verfilzen. Auch starkes Rubbeln und Reiben kann die Wolle zum Filzen bringen.

Trocknen: Wolle darf auf gar keinen Fall in den Trockner oder auf die Heizung! Sie sollte ohne viel Ziehen und Zerren auf einer geraden Oberfläche liegend schonend getrocknet werden. Ist das Kleidungsstück noch sehr nass, kann es vorsichtig in ein Handtuch ausgedrückt werden. Ist es nur noch etwas nass, reicht es ein Handtuch unter das Kleidungsstück zu legen.

Pflege: Je nach Wollsorte kann es in der ersten Zeit zu Pilling kommen. Lose Fäden lösen sich und es entstehen kleine Kügelchen. Diese lassen sich entweder mit einem Wollrasierer oder per Hand leicht entfernen und kommen auch nicht wieder. Wolle sollte niemals hängend, sondern immer liegend aufbewahrt werden. Dies am besten an kühlen Orten und mit Hausmitteln gegen interessiertes Ungeziefer. Hier eigenen sich Lavendel, Rosmarin und ätherische Öle.

Leinen/Hanf

Waschen: Naturmode aus Hanf oder Leinen können Sie bequem in der Waschmaschine bei bis zu 40° waschen. Allerdings wie immer nur mit Bio-Waschmittel. Zudem sollten Sie die Kleidungsstücke nicht einweichen und farbige Teile vorher auf links drehen. Durch häufiges Waschen kann der Farbton heller werden. Das lässt sich bei Naturprodukten nicht ganz verhindern.

Trocknen: Zum Trocknen kann Naturmode aus Hanf oder Leinen aufgehangen werden. Ein Trocker sollte nicht benutzt werden. Damit weißes Leinen stets strahlend weiß bleibt, trocknen Sie es in der Sonne. Ungefärbtes/naturfarbenes und gefärbtes Leinen trocknen Sie allerdings besser im Schatten, langfristig besteht anderenfalls die Gefahr, dass das Gewebe ausbleicht.

Bügeln: Am besten in noch feuchtem Zustand, sonst bekommt man einige Knitterfalten nicht mehr raus. Die Temperatur kann bei reinem Leinen ruhig hoch sein.

Seide

Waschen: Da Seide wie Wolle auch aus tierischen Fasern besteht, hat sie auch eine gewisse Selbstreinigungsfunktion. Bei leichter Verschmutzung und schlechten Gerüchen reicht also ein schonendes Frischluftbad. Ist die Verschmutzung doch etwas größer, kann Seide per Hand gewaschen werden. Dabei sollten Sie ausschließlich Seidenshampoo, Babyshampoo oder eine milde Seife verwenden. Bei Seide und vor allem dunkler Seide sollten Sie unbedingt auf ein langes Einweichen verzichten, da es sonst zu unschönen Verfärbungen kommen kann. Als Abschluss des Waschvorgangs sorgt ein Schuss Essig beim Abspülen dafür, dass alle Seifenreste entfernt werden. Bei einer modernen Waschmaschine kann Seide auch im Woll- oder sogar Seidenwaschgang gewaschen werden. Allerdings möglichst kalt, ähnlich wie Wolle.

Trocknen: Seide ist zwar nicht so temperaturempfindlich wie Wolle, darf aber trotzdem auf keinen Fall im Trockner getrocknet werden. Auch von Heizungen und direkter Sonneneinstrahlung sollte sie weit genug entfernt trocknen.

Bügeln: Immer auf links und nicht zu heiß bügeln. Am besten gar nicht bügeln, sondern die Kleidungsstücke auf einen Formbügel in die feuchte Nachtluft oder in ein Bad mit viel Luftfeuchtigkeit hängen.

Pflege: Seide vor Licht und Staub geschützt in Kleiderschränken mit geschlossenen Türen aufbewahren.

Jetzt wünschen wir Ihnen viel Freude mit Ihrer Naturmode!