Baumwolle

Baumwolle Baumwolle ist die beliebteste Naturfaser und nach wie vor der auf der Welt mit Abstand am meisten verarbeitete Textilrohstoff.

Als Samenhaar einer Staudenpflanze, die in vielen Ländern der Welt angebaut wird, ist die Baumwolle leicht und kostengünstig zu ernten. Es gibt rund 300 Sorten der Baumwollpflanze. Die bis zu einem Meter hohen krautartigen und die bis 3m hohen strauchartigen Gewächse sind nur einjährig und müssen Jahr für Jahr neu gepflanzt werden. Sie ist ein Gewächs aus der Familie der Malven und wächst in tropischen oder subtropischen Gebieten.

  Die etwa walnussgroße Frucht besteht aus einer Kapsel mit etwa drei bis fünf Fächern, die nach der Blüte walnussgroße Fruchtkapseln bilden, die noch vor der endgültigen Reife aufplatzen und die weichen, weißen Samenhaare hervorquellen lassen. Die von Hand oder mit Hilfe großer Pflückmaschinen geernteten Faserbüschel - bei der Ernte werden die Faser einschließlich der Samenkörner aus den Kapseln herausgezupft oder abgesaugt - werden getrocknet und die Fasern maschinell von den Samenkörnern getrennt.

Der Preis einer bestimmten Baumwolle richtet sich nach Faserlänge, Feinheit, Reinheit, Festigkeit, Farbe und Glanz. Die Qualität der Baumwolle selbst wird durch das Pflücken von Hand nicht verändert. Das entscheidende Kriterium ist, dass keine Chemikalien als Entlaubungsmittel eingesetzt werden, die kurz vor der Ernte auf die reifenden Kapseln gesprüht werden.

Baumwolle hat viele gute Trageeigenschaften. Sie ist strapazierfähig, formbeständig und haltbar. Baumwolle ist weich und angenehm auf der Haut und kann nahezu 20% ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und fühlt sich dennoch trocken an.

Pima-Baumwolle

Eine von vielen Baumwollsorten. Das bis zu einem Meter hohen krautartigen und die bis 3 m hohen strauchartige Gewächse, sind nur einjährig und müssen Jahr für Jahr neu gepflanzt werden. Pima-Baumwolle ist eine besonders langstapelige (bis 50 mm) und fein ausgesponnene Baumwollart aus Peru.  

Tanguis-Baumwolle

Von einer perennierenden Staude stammende peruanische langstapelige Baumwollsorte; ergibt Fasern von hohem Weiß-Grad.

Eigenschaften der Baumwolle  

  1. Ausgezeichnete spinntechnische Eigenschaften - trotz der Glätte der Faseroberfläche haften die Fasern beim Verspinnen gut aneinander.
  2. Hohe Widerstandsfähigkeit - gegen mechanische und chemische Einflüsse. Gewebe aus Baumwolle sind sehr reißfest und scheuerfest, die Reißfestigkeit ist im nassen Zustand noch höher als im trockenen. Die Baumwolle ist leicht zu reinigen und leidet auch bei Kochwäsche nicht. Auch starkes Reiben in der Wäsche sowie Schleudern ist wegen der hohen Nassfestigkeit unschädlich. Die Baumwollwäsche kann im Trockner getrocknet werden, Maschenwaren laufen dabei allerdings stark ein.
  3. Hervorragende färberische Eigenschaften.
  4. Hohe Preiswürdigkeit - ist eine Folge der unkomplizierten Verarbeitungsvorgänge.
  5. Geringe Elastizität - Anfälligkeit gegen Knittern. Die mangelnde Elastizität führt dazu, dass z. B. schwere Pullover aus mehrfädigen Baumwollgarnen auch bei Handwäsche leicht ausleiern oder sich in die Länge ziehen.
  6. Hervorragende hygienische Eigenschaften - die Baumwolle nimmt gut die Feuchtigkeit auf und wirkt mit ihrer Fähigkeit, Schweiß aufzusaugen, hautsympathisch. Die aufgenommene Feuchtigkeit wird nicht gestaut, sondern relativ rasch und gleichmäßig wieder abgegeben.
  7. Wird leicht flusig - lässt sich gut rauen.

Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA.)

Diese Baumwolle wird ohne Einsatz von chemischen Düngern und Pestiziden angebaut. Unkraut und Schädlinge werden im Zusammenhang mit Nutzinsekten und Mischkulturen biologisch bekämpft. Da die Baumwollkapseln unterschiedlich schnell reifen, werden sie in mehreren Durchgängen von Hand gepflückt.